Ausbildung

Unsere Rettungshundearbeit findet in den verschiedensten Geländen in der näheren Umgebung statt. Die Flächen-, Trümmer- und Mantrailing wird bei uns ganzjährig und bei jedem Wetter regelmäßig am Donnerstag und Samstag trainiert. Doch zunächst stellen sich häufig erst einmal zwei Fragen.

Ist mein Hund überhaupt für die RH-Arbeit geeignet?

Eigentlich eignet sich jeder mittelgroße Hund für die Ausbildung, egal ob nun Mischling oder Rassehund. Lauffreudigkeit, gesundes Rudelverhalten und ein gutes Verhältnis zum Menschen sind allerdings Voraussetzung für die Ausbildung zum Rettungshund, die bereits im Welpenalter beginnen kann; denn die Neugier unserer Welpen ist für die ersten Schritte sehr von Vorteil. Oberster Grundsatz ist aber natürlich das Vertrauen zwischen Hundeführer und Hund, denn es bildet die Grundlage unserer Rettungshundearbeit.

Was benötigt der Hundeführer?

Natürlich ist auch der Hundeführer besonderen Belastungen/Bedingungen ausgesetzt, so dass er Teamfähigkeit, Disziplin, Geduld und Belastbarkeit, sowie Zeit für die regelmäßige Teilnahme an Übungsstunden und Lehrgängen mitbringen muss. Da der Hundeführer sämtliche Kosten für Einsatzfahrten und Ausrüstung selbst trägt, sind dementsprechend auch einige finanzielle Aufwendungen notwendig. Zusätzlich sind auch folgende Lehrgänge zu absolvieren:


• Erste Hilfe am Menschen
• Erste Hilfe am Hund
• Kynologie
• Einsatztaktik/Gefahren im Einsatz
• Windverhältnisse
• Trümmerkunde
• Trümmer- und Flächensuchtaktik
• Beurteilung von Geländeverhältnissen
• Karten- und Kompasskunde
• Umgang mit GPS und Funkgeräten

Der Hundeführer muss anhand der äußeren Umstände wie Tageszeit, Witterungsverhältnisse, Windrichtung und –geschwindigkeit sowie Beschaffenheit des Suchgebietes, selbständig die optimale Suchtaktik festlegen können.


Das Team

Nur als Team können Hund und Hundeführer erfolgreich arbeiten. Der Hundeführer muss lernen, seinen Hund zu "lesen", er muss seine Mimik deuten und seine Gefühlslage erkennen können. Unvorhergesehene Reaktionen des Hundes muss der Hundeführer zu deuten wissen.
Die Fähigkeit des Hundeführers, die Botschaft des Hundes zu erkennen, kann im Ernstfall ein Menschleben retten.
In der Rettungshundeausbildung entsteht zwischen Hund und Hundeführer ein inniges Vertrauen, welches stets durch gemeinsame Erfolgserlebnisse in der Ausbildung gefestigt wird. Ein erfahrenes Team versteht sich letztendlich "blind" und bildet eine unzertrennliche Einheit. Dies ist das Ziel, welches jeder Ausbildung zugrunde liegen sollte.

 

Suchgruppenhelfer

Hundeführer, die noch keinen geprüften Hund oder einen zurzeit nicht einsatzfähigen Hund haben agieren als Suchgruppenhelfer. Auch können Partner von Hundeführern als Suchgruppenhelfer ausgebildet werden.

Im Einsatz geht ein Team (Hundeführer und Hund) grundsätzlich mit einem Suchgruppenhelfer gemeinsam.

Der Suchgruppenhelfer stellt ein wichtiges Glied im Einsatzteam dar. Er entlastet den Hundeführer und unterstützt ihn bei der Suche. Er hält den Funkverkehr zum Zugführer aufrecht. Anhand von GPS oder Karte und Kompass behält er die Orientierung im Gelände, so dass der Hundeführer sich voll und ganz auf seinen Hund konzentrieren kann.

Bei der Trümmersuche übernimmt der Suchgruppenhelfer die Sicherung des Teams, indem er auf potenzielle Gefahren in der Umgebung des Suchteams achtet und gegebenenfalls warnend einschreitet.

Nur die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Hundeführer und "seinem Suchgruppenhelfer“ garantiert den Erfolg im Einsatz.

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, muss sich der Suchgruppenhelfer ebenfalls mit hohem Engagement in der Staffel einsetzen und die gleiche theoretische und praktische Ausbildung absolvieren wie der Hundeführer.


Sollten Sie sich nun für unsere Arbeit interessieren und der Meinung sind, es könnte Ihnen und Ihrem Hund Spaß machen, dann schauen gern einmal auf unserem Übungsgelände vorbei.

Unsere Ausbildung im Einzelnen
» Flächensuche
» Trümmersuche
» Mantrailing

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